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25 - Theaterplatz, ehemaliges Regierungsgebäude

GESTAPO

GESTAPO ist die Abkürzung für „Geheime Staatspolizei“ die gängige Bezeichnung für die politische Polizei im nationalsozialistischen Deutschland zwischen 1933 und 1945. Die GESTAPO war ein zentrales Ausführungsorgan der nationalsozialis-tischen Herrschaft und als solches verantwortlich für den organisierten Terror in Deutschland und in den während des 2. Weltkrieges von Deutschland besetzten Gebieten.

Im April 1933 wurde auf Veranlassung von Göring die Geheime Staatspolizei eingerichtet. Im Juni 1936 wurde sie Reichsbehörde. Hatte die GESTAPO anfangs noch ihre Maßnahmen mit der Reichstagesbrandverordnung und anderen Vorschriften begründet, befreite sie sich schließlich von allen Bindungen an Recht und Gesetz. Sie verhängte „Schutzhaft“, konnte Aussagen durch Folter (>>verschärfte Vernehmung<<) erzwingen und Gefangene ermorden (>>Sonderbehandlung<<). Unter die Zuständigkeit der GESTAPO fiel die systematische Bekämpfung von tatsächlichen oder vermeintlichen politischen Gegnern des NS-Regimes. Im Verhältnis zur Bevölkerung war die Anzahl der GESTAPO Angehörigen gering, sie betrug 1944 rund 32.000 Mann. Die Effektivität der GESTAPO beruhte auf einem ausgedehnten Überwachungssystem aus Spitzeln und auf einem politisch, beruflich oder privat begründeten Denunziantentum. Hier in Aachen hatte die GESTAPO im Regierungsgebäude neben dem Theater, nicht nur ihre Büros sondern auch ihre Verhör- und Folterräume.

Tafeltext

In diesem Gebäude hatte seit 1933 die „Geheime Staatspolizei“, GESTAPO, ihre Büros. Von den Nazis verfolgte Menschen wurden hier festgehalten, verhört und auch misshandelt, bevor sie in Gefängnisse und Lager überstellt wurden.