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Aktuelles

Rückkehr der Erinnerungstafel der „Wege gegen das Vergessen“
am Ort des ehemaligen Bunkers Rütscherstraße


Am Freitag, 12. Juli 2019, 14 Uhr, enthüllen die Bürgerstiftung „Lebensraum Aachen“ und die Volkshochschule Aachen gemeinsam mit dem Gebiets- und Projektentwickler Bouwfonds Property Development (BPD) die Erinnerungstafeln “Wege gegen das Vergessen“ in der Rütscherstraße in Aachen.

Bis 2014 stand in der Rütscherstraße in Aachen ein Bunker, der im 2. Weltkrieg der Bevölkerung rund um den Lousberg Schutz geboten hat. Im Rahmen des
Wohnungsbauprojekts „Mein Lousberg“ musste der Bunker weichen und mit ihm die erste Gedenktafel aus dem Jahre 1989 und die 2002 im Rahmen der „Wege gegen das Vergessen“ der Volkshochschule Aachen angebrachte zweite bronzene Gedenktafel.

Der Bauträger BPD verpflichtete sich, die beiden Gedenktafeln bei Fertigstellung der Neubauten in der Förster- und Rütscherstraße, an Ort und Stelle
anzubringen. „Neubauprojekte bringen immer Veränderungen mit sich. Deshalb war uns sehr daran gelegen, auch weiterhin an die Vergangenheit zu erinnern.“, sagt Joachim Siepmann, Niederlassungsleitung BPD Region NRW.

„Die Gedenktafeln für die Zukunft zu sichern, ist ein Anliegen der „Wege gegen das Vergessen“ der Stadt Aachen, sagt Dr. Holger A. Dux von der Volkshochschule Aachen. Gemeinsam mit der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen und dem Bauträger BPD organisierte die Volkshochschule, dass die Tafeln am ehemaligen Ort des Geschehens wieder sichtbar werden.
Die Direktorin der Volkshochschule, Frau Dr. Beate Blüggel, freut sich: „Es ist gelungen, diesen wichtigen Ort des Erinnerns für die Aachenerinnen und Aachener und die Besucher/innen der Stadt im Rahmen der „Wege gegen das Vergessen“ zu bewahren.“, weiter hebt sie hervor „Die konstruktive Zusammenarbeit mit dem Bauträger und der Bürgerstiftung sei ein gelungenes Beispiel für den verantwortungsvollen Umgang mit unserer Geschichte“.
Die Tafeln sind damit wieder Teil der „Wege gegen das Vergessen“.
Hans-Joachim Geupel, Vorsitzender des Vorstandes der Bürgerstiftung, betont „Das ist ein Teil unserer Projektaktivitäten für den Frieden“ und führt aus „Mit dem Ende des 2. Weltkrieges wurde auch das Samenkorn des Friedens gelegt. Seit 75 Jahren genießen wir diesen Frieden und wir sind verpflichtet diesen dauerhaft auch für zukünftige Generationen zu sichern.“

Zum Hintergrund
Der ehemalige Bunker war der Ort, an dem am 21.10.1944 der 2. Weltkrieg für Aachen endete. Augenzeugen überlieferten die Geschichte, dass mangels Betttüchern einem Baby die Windel ausgezogen wurde, um mit dem weißen Tuch die Kapitulation gegenüber den alliierten Soldaten anzuzeigen. Somit war Aachen die erste deutsche Großstadt, die durch die Alliierten befreit wurde.
1989 brachte die Stadt eine erste Gedenktafel an. 2002 wurde im Rahmen der „Wege gegen das Vergessen“ eine bronzene Gedenktafeln angebracht, die dauerhaft an die Bedeutung dieses Ortes erinnern sollten.
Vor gut zwanzig Jahren hatten sich Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der Wege gegen das Vergessen an der Volkshochschule Aachen mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt. Begleitet von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie der Verwaltung und den Vertreterinnen und Vertretern der politischen Parteien wurden 44 Bronzetafeln entwickelt und an verschiedenen Orten angebracht.
Aus dem damaligen Projekt ist heute die dezentrale Gedenkstätte der Stadt Aachen geworden. Die Volkshochschule ist Trägerin der „Wege gegen das Vergessen“. In diesem Zusammenhang werden in jedem Semester Rundgänge, Rundfahrten und Vorträge für Interessierte angeboten.
Für Schülerinnen und Schüler wird fortlaufend Unterrichtsmaterial entwickelt.

Am 12. Juli 2019 um 14 Uhr werden in der Rütscherstraße am Standort des ehemaligen Bunkers die Gedenktafeln im Beisein von Augenzeugen, der Volkshochschule Aachen, Bürgerstiftung, BPD, und Eigentümern von Wohnungen, enthüllt.

Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus in Aachen

Mittlerweile ist aus der Arbeit der Wege gegen das Vergessen eine Veröffentlichung entstanden, die verschiedene Aspekte der NS-Zeit in Aachen behandelt. Diese „Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus in Aachen“ sind als Ringbuchsammlung konzipiert, die in den nächsten Jahren noch ergänzt werden wird. Folgende Artikel sind zur Zeit darin enthalten:

  • Einführung - Der Weg der Wege gegen das Vergessen
  • Denk-mal-Orte des (fast) gewöhnlichen Lebens
  • Die jüdische Schule in Aachen
  • Der Aachener Mathematik-Professor Otto Blumenthal
  • Das Lager in Haaren: die Baracke an der Hergelsmühle
  • Das Lager in Walheim
  • Der jüdische Friedhof in Haaren
  • Nazis an der Macht
  • Mord an Behinderten
  • Die Verfolgung der Zeugen Jehovas
  • Joseph Buchkremer
  • Walter Hasenclever
  • Anne Frank und ihre Aachener Familie
  • Der „Boykotttag“ am 1. April 1933
  • „Stummer Protest“ – die Heiligtumsfahrt 1937

Die „Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus in Aachen“ umfassen mittlerweile 214 Seiten und sind zum Preis von 25,00 € im Anmeldesekretariat der Volkshochschule Aachen erhältlich; auf Wunsch werden sie auch zugesandt (Versandkosten: 4,50 €).

Enthüllung der Wege-Tafel am Gerichtsgebäude

am Donnerstag, 19.07.2018, wurde am Justizzentrum Aachen eine weitere Gedenktafel der „Wege gegen das Vergessen“ enthüllt. Die Gedenktafel wurde direkt neben dem alten Eingang von Amts- und Landgericht am Adalbertsteinweg 92 angebracht.

Bei der feierlichen Enthüllung der Gedenktafel sprachen die Präsidentin des Landgerichts, Frau Dr. Fleischer, die Bürgermeisterin der Stadt Aachen, Frau Scheidt, und Herr Dr. Dux, Wege gegen das Vergessen an der Volkshochschule Aachen.

Die Tafel trägt folgenden Text:
„Während des nationalsozialistischen Regimes wurden politisch unliebsame und jüdische Richter, Staatsanwälte und andere Bedienstete entlassen und durch angepasste oder regimetreue ersetzt, um die nationalsozialistische Herrschaft durchzusetzen und zu sichern.“ 

Enthüllung der Gedenktafel durch (von links)
Frau Dr. Blüggel, Direktorin der VHS, Frau Dr. Fleischer, Frau Scheidt und Herrn Dr. Dux

 

Lebensläufe – Aachen im Ersten Weltkrieg

Beginn und Verlauf des Ersten Weltkrieges wurden begleitet vom Massensterben von Soldaten. Die interaktive Ausstellung will anhand der Lebensläufe von zwanzig gefallenen Soldaten aus Aachen und aus dem belgischen Grenzgebiet die Möglichkeit bieten, einen anderen Blick auf den Krieg und seine Auswirkungen auf die Menschen zu werfen, jenseits von Schlachtverläufen und militärischem Handeln. Die Ausstellung ist zu den angegebenen Terminen zugänglich; Besuchergruppen melden sich bitte vorher an über E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! .

 

Ausstellung vom 19. Februar bis 23. März 2018
Volkshochschule Aachen, Peterstraße 21–25, Forum
Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung wird am 19. Februar 2018, 19 Uhr, mit einem Vortrag von Yvonne Hugot-Zgodda, Stephanie Kaiser und Jens Rütten eröffnet.

 

 

 

 

Jüdisches Leben in der Region

Euregionale Lehrer/innen-Fortbildung

Menschen jüdischen Glaubens leben mindestens seit dem Mittelalter im Raum der Euregio Maas-Rhein. Sowohl in Städten als auch in ländlichen Bereichen existierten jüdische Gemeinden. Der Alltag war durch die Jahrhunderte geprägt von gutnachbarschaftlichem Leben einerseits und Pogromen und Antisemitismus andererseits. Das Seminar beschäftigt sich unter anderem mit Ursachen und Formen von Antisemitismus in Geschichte und Gegenwart, mit jüdischer Geschichte in der Euregio im 19. und 20. Jahrhundert, mit dem Holocaust der Nazizeit, mit jüdischem Leben in der Region heute.er Region heute.

Das zweitägige Seminar, das von der Volkshochschule Aachen in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Grenzen-Los gestaltet wird, wendet sich an Lehrer und Lehrerinnen in Schule und Weiterbildung und möchte über die damalige Zeit informieren, grenzüberschreitende Zusammenhänge darstellen und Materialien vorstellen, mit denen im eigenen Unterricht auch auf die regionale Geschichte jener Jahre eingegangen werden kann.

Donnerstag, 15. bis Freitag, 16. März 2018
jeweils 9.00 - 16.30 Uhr

Entgelt: 75,– €/k.E.
Volkshochschule Aachen, Peterstraße 21–25, Raum 272
Nähere Einzelheiten entnehmen Sie bitte einem Faltblatt, das iin der Volkshochschule Aachen erhältlich ist

Anmeldungen bitte an:  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!